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7 häufige Netzwerkprobleme und wie man sie schnell behebt

IP Address Exhaustion

Um dieses Problem zu beheben, verwenden Sie den Befehl ipconfig. Wenn die Arbeitsstation sich selbst eine IP-Adresse zugewiesen hat, die mit 169.x.x.x beginnt, bedeutet dies, dass keine IP-Adresse vom DHCP-Server verfügbar war.

Die schnelle Lösung: Einige Benutzer von Kabelinternet haben möglicherweise keinen lokalen Router, in diesem Fall werden IP-Adressen in begrenztem Umfang direkt von Ihrem ISP zugewiesen. Wahrscheinlich sind Ihnen die von Ihrem ISP zugewiesenen IP-Adressen ausgegangen. Die Lösung für dieses Problem besteht darin, entweder einen eigenständigen Router oder einen WiFi-Zugangspunkt mit integriertem Router zu erwerben. Dadurch wird ein eigener lokaler Pool interner Adressen geschaffen, der sicherstellt, dass Ihnen nicht die Adressen ausgehen.

Wenn Sie bereits einen lokalen Router mit DHCP haben, ist der Standard-Adresspool möglicherweise zu klein für Ihr Netzwerk. Indem Sie auf die DHCP-Einstellungen des Routers zugreifen, können Sie die Größe des Adresspools an die Bedürfnisse Ihres Netzwerks anpassen.

Die Präventivmaßnahme: Es ist wichtig, dass jedes mit dem Internet verbundene Netzwerk einen lokalen Router mit NAT und DHCP hat, sowohl aus Sicherheitsgründen als auch um zu verhindern, dass die IP-Adressen erschöpft sind. Der Router muss das einzige Gerät sein, das mit dem Modem verbunden ist, wobei alle anderen Geräte über den Router angeschlossen werden.

DNS-Probleme

Fehler wie The Network Path Cannot Be Found, IP Address Could Not Be Found oder DNS Name Does Not Exist können in der Regel auf ein DNS-Konfigurationsproblem zurückgeführt werden. Das Kommandozeilenprogramm nslookup kann verwendet werden, um die DNS-Einstellungen einer Workstation schnell anzuzeigen.

Die schnelle Lösung: Workstations und andere Netzwerkgeräte können so konfiguriert werden, dass sie ihre eigenen DNS-Server verwenden und den von DHCP zugewiesenen Server ignorieren. Die Überprüfung der „Internet Protocol Version 4 (TCP/IP)“-Einstellungen für Ihren Adapter zeigt, ob ein falscher DNS-Server angegeben ist. Wählen Sie stattdessen einfach „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“.

Die Vorbeugungsmaßnahme: Ihr lokaler Router ist möglicherweise so konfiguriert, dass er als DNS-Server fungiert und einen DNS-Durchgang zu den Servern Ihres Internetanbieters herstellt. In stark ausgelasteten Netzwerken kann dies die Fähigkeiten des Routers überlasten. Ändern Sie die DHCP-Einstellungen Ihres Netzwerks, um direkt auf Ihre DNS-Server zuzugreifen.

Einzelner Arbeitsplatz kann keine Verbindung zum Netzwerk herstellen

Wenn nur ein einziger Arbeitsplatz beim Öffnen eines Webbrowsers die Meldung „Kein Internet“ anzeigt, können wir in der Regel davon ausgehen, dass der Rest des Netzwerks in Ordnung ist, und unsere Aufmerksamkeit auf die Hardware und Software richten, die für dieses System spezifisch ist.

Die schnelle Lösung: Um dieses Netzwerkproblem zu beheben, beseitigen Sie zunächst die offensichtlichen Kommunikationshindernisse wie ein schlechtes Kabel, ein schlechtes WiFi-Signal, eine defekte Netzwerkkarte oder falsche Treiber. Vergewissern Sie sich, dass der Netzwerkadapter der Arbeitsstation mit der richtigen IP, dem richtigen Subnetz und den richtigen DNS-Servern konfiguriert ist.

Wenn das Problem dadurch nicht gelöst wird, überprüfen Sie die Firewall-Software auf dem Gerät, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Ports für das externe Netzwerk geöffnet sind. Zu den üblichen Ports gehören 80 und 443 für den Webverkehr sowie 25, 587, 465, 110 und 995 für E-Mail.

Die Vorbeugungsmaßnahme: In der Regel ist es am besten, alle TCP/IP-Einstellungen der Arbeitsstation auf „Automatisch zugewiesen“ zu belassen. Verwenden Sie einen DHCP-Server, um eine einheitliche Konfiguration an alle Geräte im Netzwerk zu verteilen. Wenn für eine bestimmte Arbeitsstation oder einen bestimmten Server eine statische IP benötigt wird, bieten die meisten DHCP-Server die Möglichkeit, statische IP-Zuordnungen zu erstellen.

Keine Verbindung zu lokalen Datei- oder Druckerfreigaben möglich

Freigabeprobleme gehören zu den am schwierigsten zu lösenden Netzwerkproblemen, da eine Vielzahl von Komponenten richtig konfiguriert werden muss.

Am häufigsten entstehen Freigabeprobleme durch Konflikte zwischen gemischten Sicherheitsumgebungen. Sogar verschiedene Versionen desselben Betriebssystems verwenden manchmal leicht unterschiedliche Sicherheitsmodelle, was die Zusammenschaltung von Arbeitsstationen erschweren kann.

Die schnelle Lösung: Wir können Freigabeprobleme am effizientesten beheben, indem wir die Möglichkeiten in dieser Reihenfolge durchgehen:

  1. Stellen Sie sicher, dass die erforderlichen Dienste ausgeführt werden. Auf Windows-Systemen müssen die Dienste „Server“, „TCP/IP NetBIOS Helper“, „Workstation“ und „Computerbrowser“ alle ausgeführt werden. Auf Linux-Rechnern ist Samba die wichtigste Komponente, die für die gemeinsame Nutzung mit Windows-Systemen erforderlich ist.
  2. Überprüfen Sie Ihre Firewall(s). Es kommt häufig vor, dass die Firewall einer Workstation so konfiguriert ist, dass sie den Datenverkehr für die Datei- und Druckerfreigabe blockiert, insbesondere wenn ein neues Antivirenpaket installiert wird, das eine eigene Firewall einführt. Firewall-Probleme können auch auf der Hardware-Ebene auftreten. Stellen Sie daher sicher, dass Router oder verwaltete Switches den Datenverkehr innerhalb des Subnetzes weiterleiten. Apropos Subnetz….
  3. Stellen Sie sicher, dass sich alle Arbeitsstationen im selben Subnetz befinden. Dieses Problem tritt in der Regel nur in komplexen Netzen auf, aber auch einfache Netze haben manchmal statische IP-Geräte mit einem falsch konfigurierten Subnetz. Das Ergebnis ist, dass sich der externe Datenverkehr problemlos bewegt, während der interne Datenverkehr auf unerwartete Hindernisse stößt.
  4. Alle Windows-Netzwerkadapter müssen Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke, Client für Microsoft-Netzwerke und NetBIOS über TCP/IP aktiviert haben.
  5. Wenn die oben genannten Prüfungen bestanden sind, ist es endlich an der Zeit, den wahrscheinlichsten Übeltäter zu überprüfen: die Zugriffsrechte. Es sind mehrere Zugriffsebenen erforderlich, jede mit ihrer eigenen Schnittstelle innerhalb des Betriebssystems. Suchen Sie nach:

  • Systemen, die mit der falschen Arbeitsgruppe oder Domäne konfiguriert sind.
  • Falsch konfigurierte Heimnetzgruppe.
  • Netzwerktyp auf öffentlich eingestellt.
  • Falsche NTFS-Berechtigungen.

Lokales Netzwerk kann keine Verbindung zum Internet herstellen

Diese Situation kann entweder sporadisch oder dauerhaft sein. Der schwierigste Aspekt bei der Lösung eines externen Netzwerkproblems besteht oft darin, das verantwortliche Unternehmen zu finden. Und dann das Unternehmen zu beauftragen, das Problem zu lösen, insbesondere bei intermittierenden Ausfällen, die schwer zu verfolgen sind. Manchmal ist das Problem so groß, dass Unternehmen den Internet-Anbieter wechseln müssen, um das Problem zu lösen.

Die schnelle Lösung: Ein Router- und Modem-Neustart ist die erste Maßnahme. Mit dem Dienstprogramm tracert lassen sich dann Kommunikationsunterbrechungen feststellen. Es zeigt eindeutig den Router an, der das Problem verursacht. Wenden Sie sich mit Ihren Erkenntnissen an Ihren ISP und fügen Sie gegebenenfalls Screenshots bei.

Die Präventivmaßnahme: Um Schuldzuweisungen zu vermeiden, die eine rasche Lösung externer Probleme verhindern können, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie die Verbindung nur von lokalen Tier-1-Anbietern beziehen. Andere Internet-Anbieter verkaufen Ihnen gerne ihre Dienste, aber sie nutzen die Tier-1-Verbindung nur huckepack, da ihnen die Infrastruktur in Ihrem Gebiet nicht gehört.

Das Ziel ist es, so viele Mittelsmänner wie möglich auszuschalten, so dass im Falle eines Problems ein einziger Telefonanruf genügt, um das Problem zu identifizieren und Techniker damit zu beauftragen, es zu lösen.

Geschwächte Internetleistung

Geschwächte Leistung ist in der Regel auf Überlastung oder manchmal auf schlechte Qualität der Verbindungen zurückzuführen, die korrodiert sind oder sich anderweitig verschlechtert haben. Eine Überlastung muss nicht direkt mit der Erschöpfung der Bandbreite zusammenhängen, da auch ein einziger überlasteter Port an einem Switch oder Router die Leistung des Netzes beeinträchtigen kann.

Dies kann insbesondere bei Mietleitungen der Fall sein, bei denen eine bestimmte Bandbreite erwartet wird, aber Geschwindigkeitstests zeigen, dass das Netz nicht sein Nennpotenzial erreicht.

Die schnelle Lösung: Verwenden Sie Geschwindigkeitstest-Websites, die Tests von geografisch entfernten Servern aus durchführen. Auf diese Weise lassen sich Bereiche mit Überlastungen im Netz des Internetanbieters ermitteln. Bei Kabelinternet wird das lokale Netz von den Nachbarn mitbenutzt, so dass der Internetanbieter eine kostspielige Aufrüstung der Bandbreite vornehmen muss, wenn eine Überlastung auftritt. Teilen Sie Ihrem Internetanbieter Ihre Erkenntnisse mit, damit er Maßnahmen zur Lösung des Problems ergreifen kann.

DNS-Server sind ein oft übersehener Aspekt der Internetleistung. Die Verwendung falscher DNS-Server kann zu Routing-Staus oder Lastausgleichsproblemen führen. Obwohl Sie normalerweise die DNS-Einstellungen Ihres Internetanbieters verwenden sollten, wenn dies möglich ist, kann es sein, dass diese den Datenverkehr durch überlastete Web-Caches leiten. Sie können Ihre DNS-Einstellungen vorübergehend anpassen, um stattdessen OpenDNS zu verwenden.

Die Präventivmaßnahme: Wenn die Internetleistung entscheidend ist, müssen Sie eine angemessene Verbindung herstellen. Kabelinternet mag zwar preiswert sein, aber es könnte sein, dass Sie sich auf häufige Ausfälle von Mitarbeitern einstellen müssen. Ein lokaler DSL-Anbieter kann für einen geringfügig höheren Preis eine bessere Zuverlässigkeit bieten, aber für eine möglichst konstante Leistung ist eine teure Standleitung für Ihr Unternehmen vielleicht unabdingbar.

Es gibt jede Menge Hilfe – nutzen Sie sie!

Die gute Nachricht ist, dass es eine Fülle von Ressourcen für die Fehlersuche und Lösung von Netzwerkproblemen gibt, und viele davon sind kostenlos und in die meisten Betriebssysteme integriert. Ping, tracert, ipconfig, nslookup und speedtest.net sollten in der obersten Schublade des Werkzeugkastens eines jeden Administrators liegen.

Ausgereiftere Dienstprogramme wie Wireshark bieten eine detaillierte Analyse der potenziellen Stolpersteine Ihres Netzwerks, während Wardriving-Tools zur Ermittlung der WiFi-Leistung oder von Interferenzproblemen herangezogen werden können.

Mit einem tieferen Wissen über die Funktionsweise Ihres Netzwerks sind Sie auf das Unvermeidliche vorbereitet und können sogar Endbenutzer darin schulen, einfache Probleme selbst zu beheben. Ihr Ruf als Netzwerkheld lebt weiter!

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