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Der Clymb

Der Biathlon, eine Kombination aus nordischem Skilauf und Gewehrschießen, ist eine der ungewöhnlichsten olympischen Winterdisziplinen. Die Geschichte hinter dem Sport ist interessant, ebenso wie die Art und Weise, wie sich die Sportart zu ihrer heutigen Form entwickelt hat. Hier ein Blick darauf, worum es beim Biathlon wirklich geht.

Straight Out of Norway
Der Biathlon soll Tausende von Jahren zurückreichen, wo er als Methode zur Nahrungssuche eingesetzt wurde. In Norwegen wurden viertausend Jahre alte Felsgravuren gefunden, auf denen Jäger abgebildet sind, die auf Skiern und mit einem Speer bewaffnet unterwegs sind, um ihr Abendessen zu fangen. Ein paar tausend Jahre weiter: Das Gewehr löste den Speer ab, und der Biathlon wurde zu einer Trainingsübung für Soldaten. Daraus entwickelte sich dann ein Geschicklichkeitswettbewerb. Das erste offiziell dokumentierte Rennen fand 1767 direkt an der Grenze zwischen Schweden und Norwegen statt.

Olympische Ursprünge
Die Sportart gab ihr olympisches Debüt 1924 bei den Winterspielen in Chamonix, Frankreich. Sie blieb bis 1948 auf der Strecke. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand die Welt den Sport nicht mehr ganz so schmackhaft. Schließlich gelang dem Sport ein triumphales Comeback. Die Schweden setzten sich für den Sport ein, der 1960 bei den Spielen in Squaw Valley wieder eingeführt wurde. Er ist bis heute olympisch.

A Woman’s World
Es dauerte etwas länger, bis die Wettkämpfe erkannten, dass auch Frauen Interesse an diesem Sport hatten. Der Europacup für Frauen wurde 1982 ins Leben gerufen. Die Veranstaltung wurde immer beliebter und zog schließlich Teilnehmerinnen aus drei verschiedenen Kontinenten an. Im Jahr 1986 wurde er zu einem Weltcup. Es hat etwas länger gedauert, bis die Frauenkategorie zu den Olympischen Spielen zugelassen wurde; das geschah erst 1992!

Worum es geht
Der Biathlon ist ein Rennen: derjenige mit der schnellsten Zeit gewinnt. Bei dem Rennen wird eine Strecke auf Langlaufskiern gelaufen und anschließend eine Schießrunde absolviert. Bei der Schießrunde müssen fünf Ziele in einer Entfernung von 160 Fuß getroffen werden, wobei das Verfehlen eines Ziels Konsequenzen hat. Die Folgen sind je nach Wettbewerbsformat unterschiedlich, können aber Zeitstrafen oder das Umfahren einer Strafrunde sein.

Es gibt mehrere Wettbewerbsformate: Der „Einzelwettkampf“ umfasst fünf Runden (insgesamt 20 km für Männer, 15 km für Frauen) und vier Schießrunden, abwechselnd in Bauchlage und stehend. Der „Sprint“ ist eine 10 km lange Strecke für Männer, 7,5 km für Frauen, mit drei Runden und zwei Schießdurchgängen. Bei der „Verfolgung“ erfolgt ein gestaffelter Start auf der Grundlage der Zeitunterschiede bei den Vorläufen. Es gibt auch Staffelwettbewerbe mit Teams von vier Biathleten für Männer, Frauen und gemischte Teams.

Der Para-Biathlon
Die Paralympics bieten verschiedene Anpassungen des Biathlons für Sportler mit Behinderungen. So nehmen zum Beispiel sehbehinderte Sportler am „Blindenbiathlon“ teil. Statt mit Kugeln zu schießen, benutzen sie ein spezielles Gewehr, das elektronisch mit dem Ziel interagiert. Die Sportler tragen einen Kopfhörer und werden durch eine Reihe von Signaltönen zum Ziel geführt: Je näher sie dem Ziel kommen, desto schneller werden die Töne. Ein weiterer Ton zeigt ihnen an, ob sie das Ziel getroffen oder verfehlt haben.

Wer ist der Größte?
Der Biathlon ist eine relativ leicht zugängliche Sportart – im Gegensatz zu den Gleitsportarten sind keine besonderen Strecken oder Anlagen erforderlich, und anders als beim alpinen Skifahren braucht man keinen Berg, um trainieren zu können. Daher gibt es viele Wettkampfsportler aus allen Ländern der Welt. Besonders beliebt ist der Sport in den europäischen Ländern (Frankreich, Österreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, Ukraine usw.), aber auch die USA und Kanada können sich in der internationalen Rangliste behaupten. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver haben Sportler aus Weißrussland, Kasachstan und Kroatien Goldmedaillen im Biathlon gewonnen. Es ist wirklich ein internationaler Sport!

Halten Sie die Augen offen für die Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Waffen, Geschwindigkeit und Rennen – das ist fast wie in einem Actionfilm!

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