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Missionen und Freiwilligenarbeit

Faith in Practice Missionsreise – Antigua, Guatemala

Faith in Practice

Faith In Practice ist eine gemeinnützige, ökumenische christliche Organisation, die durch kurzfristige chirurgische, medizinische und zahnmedizinische Missionsreisen und gesundheitsbezogene Bildungsprogramme die körperlichen, geistigen und wirtschaftlichen Bedingungen der Armen in Guatemala zu verbessern sucht.

Die Mehrheit der guatemaltekischen Bevölkerung lebt in extremer Armut und hat praktisch keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. In Guatemala gibt es nur neun Krankenhäuser für eine Bevölkerung von etwa 15 Millionen Menschen. Faith In Practice schickt jedes Jahr mehrere Teams von etwa 40 Freiwilligen nach Guatemala und nutzt zwei dieser Krankenhäuser, Las Obras und das Hilario Galindo Hospital. Jeder Freiwillige ist für seine Reise- und Unterkunftskosten selbst verantwortlich.

Zur Vorbereitung der Ankunft der Chirurgenteams gehen etwa 100 Gemeindearbeiter (Netzwerkleiter) in die Dörfer, um Menschen zu identifizieren, die an Krankheiten leiden, die durch chirurgische Eingriffe behandelt werden könnten. Faith in Practice bewertet die Patienten, um festzustellen, ob sie für einen chirurgischen Eingriff in Frage kommen, und wenn dies der Fall ist, werden die Patienten für das Krankenhaus eingeplant, wenn eines der ausländischen Operationsteams im Land ist.

In manchen Fällen müssen die Patienten acht bis zehn Stunden reisen, um das Krankenhaus zu erreichen, so dass sie ihre Reisepläne Wochen und Monate im Voraus mit dem Leiter des Netzwerks abstimmen.

Mein Team „Surgery Boutros Antigua #497“ bestand aus sieben Chirurgen: zwei Urologen, zwei Allgemeinchirurgen, zwei plastischen Chirurgen und einem kraniofazial ausgebildeten HNO-Gesichtschirurgen. Als Team haben wir 90 Patienten operiert.

Besonders die Operation einer Patientin war eine echte Teamarbeit. Sie ist ein dreijähriges kleines Mädchen mit Treacher-Collins-Syndrom und wiegt nur 8 kg. Sie ist für ihr Alter sehr klein, da sie nicht in der Lage ist, feste Nahrung zu sich zu nehmen oder ihren Körper richtig mit Sauerstoff zu versorgen. Ihre Mutter versorgt sie mit Nahrung, indem sie ihr mit einer Flasche Tropfen von Milch und Wasser auf die Zunge gibt. Sie hat noch nie feste Nahrung zu sich genommen. Bei diesem Besuch legten wir eine Tracheostomie an, um ihr das Atmen zu erleichtern, eine Gastrostomie-Sonde, um ihr Zugang zur Nahrung zu verschaffen, setzten Unterkiefer-Distraktionsvorrichtungen ein, um ihren Kiefer zu erweitern, und führten einen anterioren lateralen Oberschenkellappen durch, bei dem wir Haut und Weichgewebe von ihrem Oberschenkel entnahmen, um eine „Kinn“-/Weichteilhülle zu bilden, die ihren wachsenden Unterkiefer stützt. Ohne diese Operationen wäre diese Patientin schließlich an Gedeihstörung gestorben und buchstäblich verhungert.

Das Team der plastischen Chirurgie operierte auch einen 26-jährigen Mann, der an Krebs erkrankt war und bei dem die Nase und die Oberlippe einschließlich der mittleren und seitlichen Schneidezähne entfernt werden mussten. Seit zwei Jahren benutzt er eine chirurgische Maske, um diesen Defekt zu verdecken. Während dieses Einsatzes entnahmen wir einen radialen Unterarmlappen von seinem nicht-dominanten Arm und schufen eine Oberlippe. Nächstes Jahr werden wir seine Nase mit Weichteilgewebe aus seiner Stirn rekonstruieren.

Für weitere Informationen über dieses Lebens-verändernde Programm, können Sie unter www.faithinpractice.org oder klicken Sie auf die untenstehenden Links.

Kontakt Faith in Practice:

Email: [email protected]

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