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Verändere deine musikalische Perspektive, indem du lernst, mit dem Superlocrian Modus

Superlocrian, auch bekannt als verminderte Ganztonleiter oder veränderte Tonleiter, ist der 7. Modus von Melodisch Moll. Der Superlocrian Modus wird häufig im Jazz und in der Fusion-Musik von Spielern wie Mike Stern, Scott Henderson und Robben Ford verwendet. Er hat einen sehr ungewöhnlichen Aufbau, da alle Intervalle flach sind: 1-b2-b3-b4-b5- b6-b7. Man kann also die Positionen auf dem Griffbrett finden, indem man eine Dur-Tonleiter spielt und die Grundtöne um einen Bund nach oben verschiebt.

Um zu verstehen, wie die Tonleiter mit der Harmonie zusammenhängt, zeigt unser erstes Beispiel, wie die Noten mit Hilfe von Terzen harmonisiert werden, um vier Akkorde zu bilden, wobei die Grundtöne auf der sechsten Saite liegen. Das ist dasselbe wie Ab Melodisch Moll, nur dass wir hier von der 7. Stufe ausgehen.

Unser zweites Beispiel ist aus der veränderten Perspektive, wo die Skala als über einem Dominant-Akkord und nicht in Moll betrachtet wird. Das Vorhandensein der b4 ermöglicht diesen Trick, da sie enharmonisch dasselbe ist wie eine große Terz. Wenn wir dies weiter ausdehnen und einige dieser „flachen“ Intervallbezeichnungen gegen „scharfe“ Intervallbezeichnungen austauschen, können wir dieselbe Tonleiter wie folgt buchstabieren: 1-b9-#9-3-b5-#5-b7.

Beispiel 2 ist aus der „veränderten“ Perspektive, wo es als über einem Dominant-Akkord und nicht über einem Moll-Akkord betrachtet wird

Exakt die gleichen Noten, aber andere Intervallnamen. Der Grund dafür ist, dass wir jetzt einen Dominantseptakkord (1-3-b7) mit einer Auswahl von veränderten Erweiterungen (b9-#9-b5-#5) haben. Wie Sie im Registerbeispiel sehen können, können wir mit einem G7 beginnen und dann verschiedene Kombinationen dieser Erweiterungen hinzufügen, um verschiedene „veränderte“ Akkorde zu erzeugen. In Jazz-Akkordtabellen steht oft „G7alt“, was soviel bedeutet wie „spiele einen veränderten Akkord“; der genaue veränderte Akkord ist deiner Interpretation überlassen.

Beispiel 3 beginnt mit G7#9, einem Akkordtyp, der gemeinhin als „Hendrix-Akkord“ bezeichnet wird, weil er ihn in Liedern wie Purple Haze verwendete. Die Konstruktion des Akkords ist eine Dominante 7 mit einem zusätzlichen Intervall #9. Die #9 ist im Wesentlichen dasselbe wie eine kleine Terz (b3rd), so dass es eine inhärente Dur vs. Moll-Spannung innerhalb des Akkords gibt, was Superlocrian zur perfekten Wahl für ein Solo macht.

Hier haben wir ein Zwei-Noten-pro-Saite-Lick, das auf der 7#9-Akkordform basiert. Beispiel 4 wird dir helfen, die Präsenz der großen 3. und der #9 wirklich zu schätzen. Unsere #9 ist im Wesentlichen dasselbe wie die kleine Terz (b3rd), also haben wir hier ein G7-Arpeggio mit einer b3rd (oder #9) hinzugefügt. Dadurch entsteht ein interessanter und exotisch klingender Effekt.

Das fünfte und letzte Beispiel ist ein Fusion-Lick, das über einem Moll II-V-I gespielt wird, wobei eine Kombination von m7b5 Arpeggio-Noten verwendet wird. Die Altered Scale wird über den G7-Akkorden verwendet und dann lösen wir uns zum Cm7 auf.

Beispiel 1 – G superlocrian

(Image credit: Future)

Lerne zuerst die Grundtöne entlang der sechsten Saite. Die Intervalle sind b2-b3-b4-b5-b6-b7. Um die Akkorde durchzuspielen, musst du zwischen erstem, zweitem und drittem Finger wechseln, also konzentriere dich darauf, die Fingerwechsel so sanft wie möglich zu gestalten. Du kannst auch deinen Daumen benutzen, um die Noten der sechsten Saite zu greifen.

Beispiel 2

(Bildnachweis: Future)

Hier beginnen wir mit einem G7-Akkord mit den Intervallen 1-b7-3 von tief nach hoch. Die Intervalle b5 und #5 werden auf der zweiten Saite und die Intervalle b9 und #9 auf der ersten Saite hinzugefügt. Nimm dir die Zeit, die Intervalle jedes Akkords gedanklich zu benennen, während du sie spielst.

Beispiel 3

(Bildnachweis: Future)

Spiele den G7#9-Akkord und achte auf die Bünde, die du verwendest, da das Lick denselben Bünden folgt, mit einem zusätzlichen 8. Bund auf jeder Saite. Bund auf jeder Saite. Dies kann man sich als Form 1 der c-Moll-Pentatonik vorstellen, wobei der Grundton einen Bund nach unten nach B (oder Cb) verschoben wurde. Dies ist ein großartiger Weg, um den Superlocrian Sound zu erreichen.

Beispiel 4

(Bildnachweis: Future)

Beginne mit dem zweiten Finger auf dem 15. Bund und benutze dann den ersten Finger, um zwischen dem 13. und 14. Fahren Sie fort, indem Sie den ersten, zweiten und dritten Finger verwenden, um den Rest der Form zu navigieren. Zupfe abwechselnd jede Note und übe, die Form auf- und abwärts zu spielen, während du die Noten gleichmäßig fließen lässt.

Beispiel 5

(Bildnachweis: Future)

Dieses Lick verwendet viele Intervallsprünge und Saitensprünge, also übe es in kleineren Abschnitten von acht Noten, um einen flüssigen Übergang zwischen den Abschnitten zu erreichen. Als Nächstes verbindest du die Abschnitte miteinander und spielst das ganze Lick entweder mit alternativem oder sparsamem Picking, je nachdem, womit du dich wohler fühlst.

Diese Lektion wurde dir von Rockschool zur Verfügung gestellt.

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