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Während einige Kletterer steile Felsen im Freien mit schwer zu überwindenden Überhängen bevorzugen, ziehen andere die relative Sicherheit des Hallenkletterns vor. Unabhängig davon, welche Art des Kletterns Sie bevorzugen, die beanspruchten Muskeln sind sehr ähnlich. Klettern ist eine Ganzkörperaktivität, aber es gibt einige Muskeln, die härter arbeiten müssen als andere, um den Körper gegen die Schwerkraft nach oben zu ziehen.

Latissimus Dorsi

Der wichtigste Muskel, der beim Klettern beansprucht wird, ist der Latissimus Dorsi, der sich an der Seite des Rückens befindet. Dieser große, flügelförmige Muskel ist dafür verantwortlich, die Arme nach unten und nach innen zu ziehen, während man sich mit den Armen nach oben zieht. Kletterer trainieren diesen Muskel, indem sie Latzüge oder Klimmzüge mit verschiedenen Handpositionen und Widerstandstrainingsmethoden durchführen.

Biceps Brachii

Der Biceps Brachii – wörtlich der zweiköpfige Armmuskel – befindet sich an der Vorderseite des Oberarms und ist für die Beugung des Arms verantwortlich. Der Bizeps, der auch als Bizeps bezeichnet wird, arbeitet mit dem Lats-Muskel zusammen, um den Körper nach oben zu ziehen. Aufgrund seiner relativ geringen Größe ermüdet der Bizeps oft vor den größeren und kräftigeren Lats. Ein starker Bizeps ist besonders wichtig auf steilen Routen oder bei der Überwindung eines Überhangs.

Unterarmbeuger

Es gibt zahlreiche Muskeln, die für die Beugung der Finger und Unterarme verantwortlich sind, damit du den Felsen greifen kannst. Diese Muskeln werden als Unterarmbeuger bezeichnet und umfassen Muskeln wie den Flexor carpi ulnaris, den Flexor carpi radialis und den Flexor pollicis longus. Bei langen oder anstrengenden Klettertouren können sich diese Muskeln mit Blut vollsaugen und sehr angespannt und ermüdet anfühlen. Bergsteiger nennen dieses Gefühl „gepumpt werden“. Wenn die Unterarme ausgepumpt sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Griff versagt und man entweder stürzt oder eine Pause ohne Hände einlegen muss, bevor man weiter klettert.

Gastrocnemius und Soleus

Kletterer verbringen viel Zeit damit, auf sehr kleinen Zehenspitzen zu balancieren und müssen oft ihr gesamtes Körpergewicht auf einem Fuß tragen. Kletterschuhe sind so konzipiert, dass sie den Fuß steif halten und einen steifen Hebel von den Zehenspitzen zu den kräftigen Wadenmuskeln bilden. Sie haben zwei große Wadenmuskeln – Gastrocnemius und Soleus. Wenn Sie viel Zeit auf den Zehenspitzen verbringen, kann es sein, dass Ihre Wadenmuskeln vor Ermüdung zu zittern beginnen. Bergsteiger nennen diesen Zustand euphemistisch „Discobein“, weil es so aussieht, als würden Sie mit dem Fuß zu schneller Musik klopfen.

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