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Zyklus der Spermienproduktion

Der grundlegende Baustein der männlichen Fruchtbarkeit ist die Samenzelle. Spermien werden oft als „schlanke, gemeine Rennmaschine“ bezeichnet und sind im Wesentlichen konzentrierte Pakete genetischen Materials (DNA) mit einem Propeller, der sie zur Eizelle bringen soll. Die reife Samenzelle ist jedoch ein Endpunkt. Es dauert fast 2,5 Monate, um eine einzige Samenzelle zu produzieren.

Spermien werden zunächst in kleinen mikroskopisch kleinen Röhren im Hoden gebildet, den so genannten Hodenkanälchen (Tubuli seminiferi). Als Organ ist der Hoden darauf ausgelegt, zwei Dinge zu produzieren: Spermien und Testosteron oder „T“ (das männliche Sexualhormon). Daher setzt sich die Zellpopulation im Hoden aus drei grundlegenden Zelltypen zusammen:

  • Keimzellen – „spermienproduzierende“ Zellen
  • Sertoli-Zellen – „säugende Zellen“, die das Wachstum und die Entwicklung unreifer/früher Spermien fördern
  • Leydig-Zellen – „testosteronproduzierende“ Zellen

Der primäre Impuls für den Hoden, sowohl Testosteron als auch Spermien zu produzieren, geht vom Gehirn aus, und zwar von der Hypophyse. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) werden von der Hirnanhangsdrüse ins Blut abgegeben und lösen die Spermien- bzw. Testosteronbildung aus. Testosteron wird sofort ins Blut freigesetzt und steht sofort zur Verfügung.

Wenn die Spermien gebildet sind, beginnen sie den langen Prozess der Reifung, der im Durchschnitt 72 Tage dauert. Dieses Konzept spielt eine zentrale Rolle bei der Festlegung der Therapie für Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen. Die Tatsache, dass Männer jeden Tag Millionen neuer Spermien produzieren, ist für Männer, die ihre Lebensgewohnheiten ändern wollen, von großem Vorteil. Da Spermien etwa 72 Tage brauchen, um zu reifen, müssen Männer, die ihre Lebensgewohnheiten ändern, nur etwa 3 Monate warten, bevor sie eine Verbesserung der Spermienqualität feststellen und ihre Chancen auf einen reproduktiven Erfolg erhöhen können.

Der Reifungsprozess der Spermien setzt sich fort, wenn sie sich ihren Weg durch die Hodenkanälchen und in ein schlankes, wurmförmiges Anhängsel außerhalb des Hodens, den Nebenhoden, bahnen. Diese Drüse wiederum wird zum Samenleiter, und die Spermien werden in den Hodensack, durch die Leistengegend, in das Becken und schließlich in die Prostata befördert.

Die Prostata und die Samenblasen produzieren die Flüssigkeit, die während des Orgasmus und der Ejakulation freigesetzt wird und als Sperma bezeichnet wird.

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